Was ist ein Australian Labradoodle?
Einmal vorab, der Australian Labradoodle hat überhaupt nichts mit einem Australian Shepherd zutun!!!!!
Der Australian Labradoodle
Interessante Geschichte …
… vielversprechende Zukunft
Der erste „Labradoodle“ entstand vor mehr als 30 Jahren. 1989 erhielt Wally Conron, Zuchtverantwortlicher der Royal Guide Dogs Association (australischen Unternehmen für Blindenhunde in Victoria) die Anfrage einer blinden Frau aus Hawaii die zwar einen Assistenzhund suchte, deren Mann aber allergisch auf Hundehaare reagierte. Dank ihres großartigen Wesens kamen hier grundsätzlich Labradore zum Einsatz, nur leider sind diese Hunde alles andere als hypoallergen.
Der Pudel rückte ins Visier
Fakt ist leider auch, dass es keinen hypoallergenen Hund gibt, aber da die Haare des Pudels (und auch des Australian Labradoodles) nicht wie bei anderen Hunden laufend ausfallen, gelangt somit auch viel weniger Allergiepotential (Hautschuppen und Haare) in die Umgebung und wird so von vielen Allergikern besser vertragen oder sie spüren im besten Fall gar nichts.
Wally Conron kam also die Idee, die Intelligenz und das besondere Haarkleid des Pudels mit der Lernbegierigkeit des Labradors zu kombinieren und gab dem Hybriden den Namen „Labradoodle“.
Der erste Labradoodle ‚Blindenhund Sultan‘ erregte weltweit große Aufmerksamkeit, konnten doch endlich auch Menschen mit Hundehaarallergie einen Assistenzhund halten.
Obwohl Wally Conron viele gute Assistenzhunde züchtete, betrachtete er die große mediale Aufmerksamkeit sehr kritisch. Aufgrund der großen Nachfrage begannen leider auch viele unseriöse Züchter Hybride zu züchten, die weder die nicht-haarenden Felleigenschaften noch das gewünschte Temperament oder Gesundheit mit sich brachten.
Der Australian Labradoodle entstand glücklicherweise, weil verantwortungsvolle Züchter (Tegan Park, Rutland Manor) in Australien und auch später weltweit, die Idee von einem allergikerfreundlichen Hund mit tollem Charakter aufgriffen und mit einigen Nachkommen aus Wally Conrons Kreuzungen professionell weiterzüchteten. Um diese Hunde von den anderen Labradoodles abgrenzen zu können, gaben sie ihnen den Namen Australian Labradoodle.
Die heutigen Australian Labradoodle vereinen die folgenden Rassen in sich und das über viele Generationen:
- Labrador
- Pudel
- English Cocker Spaniel
- American Cocker Spaniel
- (Curly Coated Retriever – wird nicht mehr eingekreuzt)
- (Irish Water Spaniel – wird nicht mehr eingekreuzt)
Warum diese Rassen?
Diese Rassen wurden sehr selektiv miteinander verpaart um einen stabilen Hund mit einem sehr gewinnenden Wesen und robuster Gesundheit zu erhalten. Natürlich stand auch das nicht-haarende Fell im Vordergrund, welches durch die verschiedenen Rassen seine einzigartige und seidige Fellstruktur (wavy und curly fleece) erhielt.
Durch dieses langjährige und sorgfältige Zuchtprogramm erreichte der Australian Labradoodle sein heute typisches Verhalten, seine Erbgesundheit und ein recht einheitliches Erscheinungsbild.
Sein Wesen
Australian Labradoodles sind richtige Multitalente und Allrounder – egal ob Familienhund oder Sporthund (zB Agility) – sie sind sehr vielseitig einsetzbar. Ihr Charme und ihre Fröhlichkeit ziehen einen sofort in ihren Bann. Der Charakter ist ausgesprochen freundlich und menschenbezogen. Seine Intelligenz gepaart mit seinem ausgeprägten Willen zur Zusammenarbeit mit dem Halter macht ihn zu einem wundervollen Begleiter. Er ist leicht zu trainieren und reagiert intuitiv auf die Stimmung vom Menschen und ist dadurch, ein entsprechendes Training vorausgesetzt, sehr gut als Therapiehund einsetzbar. Mit anderen Tieren und Artgenossen versteht er sich in der Regel sehr gut. Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es keine – Rüden wie Hündinnen sind gleichermaßen sanft und gelassen.
Augen auf beim Welpenkauf
Die Australian Labradoodle Verbände in Australien, Amerika und Europa (LAA, ALAA, WALA, ALAEU) stehen im Austausch miteinander und betreuen heute die Weiterentwicklung dieser Rasse und haben dazu auch sehr strenge Richtlinien für die Zucht eingeführt.
In ihren Datenbanken befinden sich die Pedigrees von über 70.000 Hunden weltweit. Sie haben die Aufgabe, diese noch junge Rasse zu schützen, zu pflegen und dafür zu sorgen, dass auch zukünftige Generationen ihre robuste Gesundheit beibehalten.
Zuchthunde werden ausschließlich an Mitglieder der Verbände verkauft. Die Zuchthunde sind auf einem sehr hohen Preisniveau angesiedelt (ab 10.000 € aufwärts) und somit sind auch die Welpen nicht günstig zu haben. Diese hohe Preiskultur hat nichts mit Profit zu tun, sondern soll dafür sorgen, dass nur leidenschaftliche und engagierte Züchter am Erhalt und an der Weiterentwicklung dieser wundervollen Rasse mitwirken und die strengen Auflagen (aufwendige DNA-Tests, Röntgen und Gesundheitsuntersuchungen) eingehalten werden